Wer glaubt, in Elder Scrolls Online (ESO) alles gesehen, alles erlebt und jeden Feind hunderte, ach tausende Male zur Strecke gebracht zu haben, bekommt ihn endlich, den — nein, nicht Molag Bals Folterturm, sondern Nachschub. Mit Morrowind. Morrowind ist nicht nur eine Erweiterung für das Online-Rollenspiel ESO, sondern zugleich ein großer Spielpatch. Entsprechend bringt der DLC für alle Spieler einige Neuerungen, nicht nur für Käufer des DLC. Dieser Artikel fasst das Wichtigste zusammen. Sagt also nicht, ich hätte euch nicht gewarnt. Wovor? Na, dazu müsst ihr weiterlesen!

Morrowind: Update und Spiel-Erweiterung in einem

Auch wer Morrowind nicht kauft, bekommt das Update automatisch installiert und kann sich über einige kostenlose Verbesserungen freuen. Zu den Änderungen zählen im Wesentlichen:

  • Optionale Anzeige von Buffs und Debuffs (wessen Nahrung jetzt mitten im Kampf ausläuft, ist selbst Schuld!)
  • auf 630 Punkte erhöhte Obergrenze der Champion Points (CP) machen euch noch mächtiger
  • ein kostenloser CP-Reset nach dem ersten Login im Spiel (ja, einmal, danach müsst ihr wieder Gold berappen)
  • Balance-Änderungen an Klassen und CP
  • erweiterte Angebote beim Meisterschrieb-Händler Rolis Hlaalu
  • neue Häuser und Gegenstände für Häuser für die reichen und stilsicheren ESO-Bewohner
  • 2 zusätzliche Charakter-Slots im Kronen-Shop erhöhen die maximal möglichen Charakter-Slots auf 14

Abonnenten des optionalen Dienstes ESO+ erhalten zwar nicht automatisch Zugriff auf Morrowind, bekommen dafür aber einen verdoppelten Platz ihrer Bank spendiert. Die maximale Bank-Kapazität erhöht sich damit von 240 auf 480 Items, solange das Abo währt.

Eine große Bank ist vor allen Dingen für Spieler mit vielen Charakteren wichtig, um Gegenstände von einer Spielfigur auf eine andere verschieben zu können. Und sie ist wichtig, um all die Sets, die in ESO droppen, auch aufheben und sammeln zu können. Dafür kann der Platz nie groß genug sein und eins verspreche ich euch: Auch 480 Plätze werden voll. Schneller als man denkt.

Neue Charakterklasse: Hüter (Warden)

Gleich zu Beginn eine Premiere. Wer Morrowind kauft, erhält neben einer neuen Story im nagelneuen Gebiet Vvardenfell zum ersten Mal seit Start des MMORPGs Zugriff auf eine neue Charakter-Klasse. Der Hüter (Warden) ist sowas wie ein Abiturient in ESO. Er hat viele Ideen im Kopf, nur noch keinen Plan, was mal aus ihm werden soll. Er kann kämpfen, lässt sich zum Tank formen und Support ist ebenfalls drin.

Der Hüter ist wie ein Abiturient in ESO

Um eine Karriere als Hüter zu starten, könnt ihr ihn bei der Charaktererstellung wählen. Falls ihr bereits alle Charakterplätze belegt habt, könnt ihr im Kronen-Shop zwei weitere Plätze kaufen. Ärgerlich ist, dass zum Lieferumfang von Morrowind kein zusätzlicher Charakter-Slot gehört.

Wie kaum eine Klasse zuvor ist der Hüter betont offen gehalten für jeden Geschmack. Er hat einen Tiergefährten genannten Fertigkeitsbaum für Schaden und eignet sich sowohl für magische als auch für Ausdauer-basierte Kämpfer. Obwohl die Fertigkeiten auf den ersten Blick Magie bevorzugen, seid ihr daran nicht gebunden. Nach kurzem Training könnt ihr fast alle Skills zu schlagkräftigen Ausdauer-Alternativen morphen, die einen Hüter im PVP zu einer interessanten Wahl machen.

Richtet sich der Bär (hier mit Skin schiefergrau) zum Angriff auf, kann er Gegner niederschlagen. Bild: Screenshot ESO
Richtet sich der Bär (hier mit Skin schiefergrau) zum Angriff auf, kann er Gegner niederschlagen. Bild: Screenshot ESO

Ein echter Hingucker ist der Bär. Im Stil eines Nekromanten könnt ihr den Bären als euren Begleiter beschwören, sofern ihr die entsprechende ultimative Fähigkeit ausrüstet. Der Bär kämpft dann Seite an Seite mit euch, vergleichbar mit den Tieren, die Zauberer beschwören können.

Das bringt gleich zwei Besonderheiten mit. Im Gegensatz zu üblichen Ultimas verbraucht der Bär eure Ultima-Punkte zunächst nicht. Er bleibt dauerhaft an eurer Seite. Sofern ihr ihn nicht bewusst wegschickt, könnt ihr den Bären nur auf zwei Weisen verlieren. Entweder er wird im Kampf getötet oder ihr habt vergessen, ihn auf Haupt- und Reserve-Leiste eurer Fertigkeiten zu legen.

Der Bär muss auf beiden Leisten ausgerüstet sein, andernfalls verpufft der Zauber und der Bär macht sich dünne. Aktiviert ihr den einmal beschworenen Bären ein zweites Mal, führt er einen besonders starken Angriff aus. Dieser Extra-Punch ist aber nicht mehr kostenlos, sondern verbraucht Ultima-Punkte.

Kaum etwas ist so unverkennbar mit dem Hüter verbunden wie der bemerkenswerte Bär. Und als wäre das nicht cool genug, könnt ihr den Bären mit Skins ausstatten – es zeichnet sich ein (weiteres) Kronen-Grab für modebewusste Bären-Fans ab. Die einzige Frage, die sich mir persönlich stellt: Warum ist der beschworene Hüter-Bär eigentlich kleiner als ein Bären-Reittier?

Größenvergleich: Links ein großer Bären-Mount, rechts der deutlich kleinere Hüter-Bär. Bild: Screenshot ESO
Größenvergleich: Links ein großer Bären-Mount, rechts der deutlich kleinere Hüter-Bär. Bild: Screenshot ESO

Neben dem Bären steht die Netchkuh ein wenig im Schatten, obwohl sie eigentlich ein Geschenk des Himmels ist. Die kleine Netchkuh lässt sich ohne Kosten beschwören und füllt eure Magicka oder Ausdauer auf und erhöht je nach Morph euren Zauber- und Waffenschaden. Der Clou: Ihr könnt die Netchkuh auf die Reserveleiste legen, aktivieren und auf die Hauptleiste wechseln, ohne sie dort ausgerüstet haben zu müssen. Im Gegensatz zum Bären bleibt sie euch auch nach einem Leistenwechsel erhalten.

Der kleine Gefährte erleichtert die Versorgung mit Ressourcen enorm. Im Licht der Balance-Änderungen, auf die ich gleich nochmal ausführlich zurückkomme, kann man das gar nicht genug betonen. Und mal ehrlich: Ein Skill wie die Netchkuh, der als Selbst-Buff größere Zauberei vor einem Kampf aktiviert und zusätzlich Ressourcen füllt, ist der Traum eines jeden Entropie-geplagten Templers. Vielleicht hat Zenimax Mitleid und spendiert Templern irgendwann einen ähnlichen Skill.

Die aktivierte Netchkuh verbindet sich über einen Strahl mit ihrem Besitzer und füllt dessen Ressourcen auf. Bild: Screenshot ESO
Die aktivierte Netchkuh verbindet sich über einen Strahl mit ihrem Besitzer und füllt dessen Ressourcen auf. Bild: Screenshot ESO

Ein echter Hingucker ist außerdem der Skill Raschheit des Falken. Aktiviert ihr ihn, schießen magische Flügel aus eurem Körper und signalisieren den Geschwindigkeits-Boost, den ihr erhaltet. Euer Lauftempo erhöht sich um 30%, außerdem eure Ausdauerregeneration um 20%. Nicht erhöht wird aber euer Reittempo. Um in Cyrodiil (und überall sonst) hoch zu Roß schnell voranzukommen, benötigt ihr also weiterhin das hastige Manöver aus der PVP-Skillreihe Sturmangriff.

Dafür eignet sich die Raschheit des Falken für einen anderen Zweck im PVP. Wenn ihr eine Schriftrolle der Alten stehlt und in eure Burg retten wollt, ist dieser Skill Gold wert. Das gilt besonders für den Morph Trügerischer Räuber, der eure Chance, Angriffen auszuweichen, kurz erhöht. Auch auf den Schlachtfeldern könnt ihr diesen Skill gut gebrauchen, um Relikte zu bergen.

Beschwingt wie ein Vogel gibt euch der Skill Raschheit des Falken einen tüchtigen Geschwindigkeitsschub beim Laufen. Bild: Screenshot ESO
Beschwingt wie ein Vogel gibt euch der Skill Raschheit des Falken einen tüchtigen Geschwindigkeitsschub beim Laufen. Bild: Screenshot ESO

Der zweite Fertigkeitsbaum grünes Gleichgewicht ist auf Unterstützung im Kampf ausgelegt. Unterstützung bedeutet zunächst Heilung, geht aber darüber hinaus. Heilt ihr eure Freunde mit dem Skill verbessertes Wachstum, erhöht ihr automatisch deren Magicka- und Ausdauerregeneration um 10%. Das hilft enorm beim Ressourcen-Management eurer ganzen Gruppe in hitzigen Kämpfen. Obendrein erhöht ihr mit eurer Heilung die Lebenspunkte geheilter Ziele und macht sie damit robuster.

Diesen Effekt könnt ihr prima mit dem Frostmantel aus dem Tank-nahen Fertigkeitsbaum Winterkälte kombinieren, der die physische und die Magieresistenz aller benachbarten Spieler um 5280 erhöht. Ansonsten findet ihr das übliche Tank-Arsenal aus Verlangsamungen (Snares) und Schadens-Senkung (Mitgation). Mit dem Skill gefrorenes Tor können Hüter Feinde überrumpeln und sie zu ihrer Position teleportieren und dort festhalten. Dieser Skill eignet sich nicht nur zum Tanken, sondern kann auch im PVP für fintenreiche Taktiken eingesetzt werden.

Heilende Saat ist sowas wie die Flächen-Variante des Templer-Skills Hauch des Lebens oder eine Burst-Alternative zu heilenden Quellen vom Heilungsstab. Es ist ein sehr mächtiger kreisförmiger Heilzauber, der nach einer Verzögerung auslöst, dann aber bei allen Verbündeten im Bereich sehr viel Leben wiederherstellt. Im Morph Sprießende Saat kann man den Moment der Heilung durch eine zweite Aktivierung gezielt auslösen. Noch besser wäre der Morph, wenn er sofort zünden würde. Der andere Morph, verderbende Pollen, reduziert die Heilung von Feinden um 30% – ein mächtiger PVP-Skill.

Der Heilzauber Griff der Natur zieht euch mit einer magischen Ketten an euren Verbündeten heran. Bild: Screenshot ESO
Der Heilzauber Griff der Natur zieht euch mit einer magischen Ketten an euren Verbündeten heran. Bild: Screenshot ESO

Hervorzuheben ist ansonsten noch der Griff der Natur, mit dem ihr je nach Morph eurem Ziel eine mächtige Heilung über Zeit oder einen Burst-Heal verpasst. Der Verbündete wird dabei mit einer Kette erfasst und zieht euch schlagartig an ihn heran. Das muss nicht immer vorteilhaft sein. Benötigt der Verbündete etwa eine starke Heilung, weil er in einem schädlichen Flächeneffekt steht, solltet ihr einen anderen Heilzauber wählen. Andererseits könnt ihr euch mit diesem Skill auch selbst sehr schnell aus einer Gefahrenzone bringen, was interessante taktische Möglichkeiten ermöglicht. Im Gegensatz zum Templer-Skill Ehrung der Toten hat der Burst-Heal-Morph Hervorpreschende Ranken den Vorteil, dass ihr das zu heilende Ziel anvisieren könnt.

Die Ultima verborgener Hain lässt eine Art Wald um euch herum sprießen, was sehr cool aussieht, allerdings die Sicht auch etwas behindert. Sie löst eine flächige Heilung aus, zeichnet sich aber vor allem durch die geringen Kosten aus. Im Gegensatz zur Templer-Ultima Ritus des Übergangs wirkt die Ulti nicht zwingend um euch herum, sondern ihr könnt sie frei platzieren. Der Radius ist mit acht Metern aber deutlich geringer. Der Morph verzauberter Wald erstattet euch 20 Ultima-Punkte, wenn ihr ein schwer verletztes Ziel heilt – das macht die Ultima fast spambar und zu einem optimalen Skill in Verbindung mit den neuen Trial-Sets, die ihren Set-Bonus mit jeder gezündeten Ultima entfalten.

Die Heil-Ulti des Hüters lässt im Wirkradius Bäume aus dem Boden schießen. BIld: Screenshot ESO
Die Heil-Ulti des Hüters lässt im Wirkradius Bäume aus dem Boden schießen. BIld: Screenshot ESO

Der spektakulärste Tank-Skill des Hüters ist das gefrorene Tor. Ihr markiert damit einen Bereich auf dem Boden. Betritt ein Feind den Bereich, wird er zu euch gezogen und kurz festgehalten, vergleichbar mit dem feurigen Griff von Drachenrittern. Das rundet das Hüter-Arsenal gekonnt ab: Ihr könnt euch per Kette (Griff der Natur) zu Verbündeten ziehen und Feinde zu euch teleportieren. Die anderen Tank-Skills wie Verlangsamungen, Schutz gegen Projektile und Wiederherstellung von Lebenspunkten sind nichts wirklich Neues. Den mächtige Frostmantel, mit dem ihr die Resistenz einer ganzen Gruppe heben könnt, habe ich bereits erwähnt.

Wie schlägt sich der Hüter im Vergleich zu anderen DPS, Heilern, Tanks?

Diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Als Schadensklasse fehlt Hütern dreierlei. Sie bringen erstens keinen eigenen Gap-Closer mit, zweitens fehlen ihnen Skills, um sofort Druck aufzubauen und drittens mangelt es an einem spambaren Finishing-Skill.

Der Klippenläufer stürzt aus einem Portal oberhalb des Spielers auf den Feind herab. Bild: Screenshot ESO
Der Klippenläufer stürzt aus einem Portal oberhalb des Spielers auf den Feind herab. Bild: Screenshot ESO

Der ungezähmte Wächter bildet ein kleines Portal und lässt ein Fluggeschoss, den Klippenläufer, spektakulär auf Feinde herabsausen. Das sieht zwar gut aus und der Schaden soll nur mit Block und Schild schwäch-, aber nicht ausweichbar sein. Allerdings braucht auch das Portal seine Zeit, bis es sich aufbaut und den Klippenläufer abfeuert. Alle anderen Skills haben eine Verzögerung oder basieren auf Schaden-über-Zeit (damage over time, DOT). Auch fehlt ein schlagkräftiger Flächenangriff (area of effect, AOE).

Man benötigt also Skills aus den Waffen-Skillbäumen, um diese Lücken als DPS-Spieler zu schließen. Builds, die auf Ausdauer setzen, finden Gap Closer und Finisher beispielsweise beim Zweihänder. Magicka-basierte Builds können diese Lücke mit dem Zerstörungsstab dagegen nicht schließen.

Einen guten ersten Eindruck hinterlässt der Hüter als Heiler. Ihm fehlt zwar eine mächtige Einzelheilung mit automatischer Zielsuche, wie sie Templer mit Hauch des Lebens mitbringen, dafür kann der Hüter sich das Ziel seiner Burst-Heilung mit den hervorpreschenden Ranken selbst aussuchen – wird dann aber auch zum Ziel und damit in eine potenzielle Gefahrenzone gezogen.

Aktuell ist der Hüter der stärkste Flächenheiler. Verbessertes Wachstum heilt eine ganze Gruppe vor dem Hüter, vergleichbar mit der Kegelform und Reichweite des Kampfgebets vom Heilungsstab. Die Vorzüge der erhöhten Ausdauer- und Magickaregeneration aller erfassten Ziele liegen auf der Hand. Heilende Saat ergänzt diese Flächenheilung durch den derzeit stärksten Flächen-Burst-Heil-Skill in ESO. Für mich sind Hüter zumindest eine interessante Ergänzung eines Templer-Heilers für Trials, die zusätzliche Buffs beisteuern können und das Ressourcen-Management einer Gruppe verbessern.

Am schwierigsten ist für mich die Leistungsfähigkeit von Hütern als Tank zu beurteilen. Sie bringen die nötigen Snares und einige Schadensminderungs-Skills mit, allerdings haben Drachenritter mit dem eruptiven Schild, Magmarüstung, eruptiver Waffe, tiefem und feurigem Odem, dem feurigen Griff und dergleichen weiter mächtige Hilfsmittel zur Hand, die sich für viele Tank-Aufgaben nur bedingt ersetzen lassen.

Vvardenfell: Das eigentliche Highlight sind die Neben-Quests

Beginnt ihr Morrowind mit einem neuen Charakter, landet ihr geradewegs in einem neuen Intro. Versüßt wird der überholte Spiel-Auftakt mit zusätzlichen Fertigkeitspunkten. Nett ist auch, dass Morrowind unerfahrene Abenteurer mit den Grundkampffertigkeiten vertraut macht – und das deutlich besser als das alte Intro zuvor. Erweiterte Techniken wie Animation Cancelling müssen sich Spieler aber weiter von ihren Gildengefährten oder im Internet erklären lassen.

Wer anschließend das ursprüngliche Intro spielen möchte, kann dies weiterhin tun. Haltet im Startbereich eurer Allianz die Augen nach der verhüllten Gestalt offen, sprecht mit ihr und startet die Quest Seelenberaubt in Kalthafen. Alles andere ist selbst erklärend.

Auf der Karte sieht die Vulkaninsel Vvardenfell etwa doppelt so groß aus wie Wrothgar. Dass es sich nicht so groß anfühlt, liegt vor allem an dem unzugänglichen Inselmittelpunkt mit viel vulkanischem Gebirge. Rings um dieses vulkanische Zentrum sind in einem weiten Kreis die Ortschaften angesiedelt, in denen ihr die Story und Nebenquests vorantreibt. Falls ihr die Story spoilerfrei erleben möchtet, überspringt am Besten die vier folgenden Absätze.

Die Morrowind-Story dreht sich um Fürst Vivecs schwindende Kraft. Bild: Screenshot ESO
Die Morrowind-Story dreht sich um Fürst Vivecs schwindende Kraft. Bild: Screenshot ESO

Der Kern der Vvardenfell-Story dreht sich um Fürst Vivec, eine Art menschliche Gottheit, deren Macht auf unerklärliche Weise schwindet. Helft ihr ihm, bekommt ihr nach dem Abschluss eines bemerkenswerten Bosskampfs als Belohnung besondere Tätowierungen, mit denen ihr eure Charakterfiguren schmücken könnt. Ähnliche Belohnungen winken für das Erledigen der – meines Erachtens interessanteren – Neben-Quests.

Aus der Menge stechen vor allem zwei Quests heraus, die beide die Geschichte von Elder Scrolls Online vertiefen. Die eine dreht sich um den Assassinen-Bund der Morag Tong. Angelegt als Mischung aus Thieves Guild und Dark Brotherhood müsst ihr mal diskret, mal resolut eure Aufgaben erfüllen. Belohnt werdet ihr mit mehr Hintergrund über die Morag Tong, die zuvor in ESO an einigen Stellen angedeutet wurden.

Die zweite zu erwähnende Nebenquest dreht sich um die versklavte Sonne-im-Schatten, bei deren Befreiung ihr helfen müsst, ausgeklügeltes Intrigenspiel und ein wenig Herz-Schmerz inklusive. Sklaverei spielt im Elder-Scrolls-Universum immer wieder eine Rolle, wurde in ESO aber bislang weitgehend unter den Teppich gekehrt. Diese Quest hebt die Spannungen hervor, die es zwischen den Völkern gibt, die sonst so scheinbar harmonisch Seite an Seite für die Interessen ihrer Allianzen kämpfen – eine bislang fast unsichtbare Facette in ESO.

Alte ESO-Fans werden sich außerdem über ein kurzes Wiedersehen mit der schrullig-arroganten Archäologin Clarisse Laurant und ihren tolpatschigen Assistenten Stibbons freuen.

Atmosphärisch stimmige Vertonung in deutscher Sprache

Wie man es von Elder Scrolls Online gewohnt ist, sind die Dialoge vollständig in deutscher Sprache vertont – und zwar mit professionellen Sprechern, die den Text lebhaft und atmosphärisch stimmig transportieren. Wer am Rollenspiel Spaß hat, wird durch die hervorragende Vertonung förmlich in die Geschichte hineingesogen.

Neuer Vertikal-Stil in Dungeons: auf mehreren Ebenen wird hier gleichzeitig gekämpft. Bild: Screenshot ESO
Neuer Vertikal-Stil in Dungeons: auf mehreren Ebenen wird hier gleichzeitig gekämpft. Bild: Screenshot ESO

Die Grafik von Vvardenfell ist durch zwei tragende Elemente geprägt. Äußerlich bestimmt die von pilzartigen Pflanzen bewucherte Umgebung das Design. Bei den Städten, Höhlen und öffentlichen Dungeons kann man einen neuen Vertikal-Stil beobachten. Die Gebäude sind in die Höhe gezogen, mit steil abfallenden, hohen Mauern.

Rundum gelungener Vertikal-Stil

Auch die öffentlichen Dungeons und einige Höhlen greifen diese Vertikalstruktur auf und reichen tief hinab ins Erdreich. Mitunter ergeben sich einzigartige Blickwinkel, aus denen man die Kämpfe auf verschiedenen Ebenen beobachten kann. Das ist rundum gelungen.

Untermalt wird das Geschehen von stimmiger klassischer Musik. Mit einem gewissen Augenzwinkern wird in einer Nebenquest auch akustisch mit dem Spieler gespielt. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Technisch gab es im Test bei nur einer Nebenquest ein Problem, das den Abschluss bis zur Veröffentlichung dieses Artikels unlösbar behindert hat.

Trial, Battlegrounds und die liebe Technik

Für die von Abenteuern und Intrigen gestählten Powerzocker bringt Morrowind zwei Ergänzungen. Die Prüfung Hallen der Fertigung und Schlachtfelder (Battlegrounds) markieren das PVE- und PVP-Endgame von Elder Scrolls Online.

Hallen der Fertigung ist ein 12-Personen-Trial, der im hochindustriellen Dwemer-Stil mit allerlei mechanischen Hindernissen und ausgeklügelten Mechaniken aufwartet. Wer die Prüfung auf der Schwierigkeitsstufe Veteran absolviert, kann sich nicht nur mit einem neuen bernsteinfarbenen Skin schmücken, sondern je nach Leistung auch eine Vielzahl neuer Titel verdienen. Trial-exklusive Sets versüßen die Teilnahme und sollen die Motivation erhöhen, Hallen der Fertigung immer wieder zu besuchen.

Ärgerlich sind auf den Konsolen PS4 und Xbox One technische Hürden. Heftige Framerate-Einbrüche machen Kämpfe schwerer als vorgesehen. Zu den Folgen gehören unter anderem nicht rechtzeitig auslösende Skills, scheinbar gleichzeitig auf euch einprasselnde (oft tödliche) Treffer oder nicht wechselbare Angriffsleisten. Gerade auf Schwierigkeit Veteran, wo kaum Luft für Fehler bleibt, ist dies ein großes Problem. Ähnliches kennen Trials-Veteranen bereits vom vorherigen Update Homestead in Bezug auf den Schlund von Lorkhaj, woran dieser lange Foren-Thread erinnert. Bei Trials sollte sich Zenimax die Performance auf den Konsolen nochmal ansehen, damit dieser spannende und wirklich gut designte Inhalt einer breiteren Spielerschaft zugänglich bleibt.

Hoffentlich nur vorübergehend: lange Ladezeiten, Abstürze und Probleme mit der Gruppensuche auf den Schlachtfeldern. Bilder: Screenshots ESO und PS4-Menü
Hoffentlich nur vorübergehend: lange Ladezeiten, Abstürze und Probleme mit der Gruppensuche auf den Schlachtfeldern. Bilder: Screenshots ESO und PS4-Menü

PVP-Spieler haben sich stets beschwert, sie würden vernachlässigt. Damit ist nun Schluss, denn mit Schlachtfeldern verspricht Zenimax auch für sie einen kräftigen Happen PVP-Endgame. Diese Battlegrounds sind im Prinzip eine Suchfunktion für kleine PVP-Trupps von jeweils vier Spielern, die gegen zwei andere Teams antreten. In drei verschiedenen Spielmodi wetteifern sie mit menschlichen Konkurrenten um Medaillen und Bestplatzierungen in der Rangliste.

Die drei Spielarten gleichen den aus Shootern bekannten Modi Eliminierung, Capture the Flag und Zonenkontrolle. Welcher dieser drei Spielmodi gestartet wird, haben Spieler nicht in der Hand. Das entscheidet der Zufall. Belohnt werden Spieler mit neuen Rüstungs-Gegenständen, die nach einer erfolgreichen Teilnahme als Belohnung im Mail-Postfach landen.

Erfolgreiches Matchmaking ist Glückssache.

In der Praxis ist ein erfolgreiches Matchmaking zum Zeitpunkt dieses Artikels Glückssache. Im Test hatte ich mit langen Ladebildschirmen zu kämpfen, mit Abstürzen des Spiels und mit einer langen Wartezeit, ehe alle drei Gruppen gefunden wurden. Klappt die Gruppensuche, stößt man mitunter auf unausgewogene Teams, bei denen eines vielleicht voll mit vier Spielern besetzt ist, die anderen beiden aber jeweils nur zwei oder drei Spieler mitbringen. Von einem fairen Match ist da nicht zu sprechen.

Offen ist auch die Frage, was passiert, wenn man mal überhaupt keine Gegner findet. Für dieses nicht auszuschließende Szenario und für das hakelige Matchmaking wird Zenimax mit den kommenden Updates Antworten finden müssen. Ansonsten leidet nicht zuletzt die Jagd nach den durchaus interessanten PVP-Ausrüstungssets, die in Battlegrounds droppen, und die man nicht nur in den Schlachtfeldern, sondern auch im eigentlichen PVP Cyrodiils ausprobieren möchte.

Festzuhalten ist schließlich auch, dass auf der PS4 Pro nach wie vor kein Modus zur Aktivierung oder Deaktivierung von 1080p enhanced angeboten wird, sofern kein 4K-Fernsehgerät angeschlossen ist.

Buff-Tracker: Buffs und Debuffs im Blick

Egal, ob ihr Morrowind gekauft habt oder nicht, die Buff Tracker bekommen alle Spieler. Buffs und Debuffs bezeichnen positive oder negative Effekte, die ihr selbst auf euch wirkt oder von Freunden oder Gegnern verpasst bekommt. Ehe ihr die Effekte auf dem Bildschirm seht, müsst ihr den Buff-Tracker allerdings zunächst aktivieren. Öffnet dazu auf der Playstation 4 mit Options das Hauptmenü und wählt unter Einstellungen Kampf aus. Scrollt nun ganz nach unten bis zu dem Punkt Verbesserungen & Beeinträchtigungen. Mit diesem etwas sperrigen Namen sind die Buffs und Debuffs gemeint.

Wenn ihr hier ALLE – immer anzeigen wählt, habt ihr die (De-) Buffs immer im Blick. Um den Überblick nicht komplett zu verlieren, empfehle ich, zumindest permanente Effekte auszuschalten. Zu permanenten Effekten zählen beispielsweise Mundussteine, eure ESO+ Mitgliedschaft oder Perma-Buffs durch Sets wie Garderobe des Wurms oder Skills wie inneres Licht.

LInks: Effekte, die auf eure Gegner wirken, erscheinen oben. Rechts: Effekte, die auf euch selbst wirken, erscheinen unten oberhalb eurer Skill-Leiste. Bilder: Screenshots ESO
LInks: Effekte, die auf eure Gegner wirken, erscheinen oben. Rechts: Effekte, die auf euch selbst wirken, erscheinen unten oberhalb eurer Skill-Leiste. Bilder: Screenshots ESO

Einmal aktiviert, seht ihr die positiven und negativen Effekte, die auf euch wirken, oberhalb eurer Skill-Leiste im unteren Bildschirmdrittel eingeblendet. Effekte, die auf eure Feinde wirken, seht ihr im oberen Bildschirmdrittel. Unterhalb jedes Effekts ist eingeblendet, wie lange der Buff oder Debuff noch währt, wann er ausläuft. Das gilt auch für eure Nahrung. Lasst euch also nicht mehr dabei erwischen, wenn mitten im Kampf eure Buff-Nahrung oder euer Buff-Getränk ausläuft!

Die neuen Buff Tracker sind auf Konsolen ein Geschenk des Himmels.

Ohne Zweifel sind die neuen Buff-Tracker vor allen Dingen auf Konsolen, die keinen Zugriff auf Addons haben, ein Geschenk des Himmels. So schön sie auch sind, gibt es allerdings noch drei kleine Schönheitsfehler:

  1. Die schiere Menge an Buffs kann einen erschlagen. Das gilt besonders für Trials.
  2. Buffs und Debuffs haben nicht immer dieselben Symbole wie die zugehörigen Skills. Ein Beispiel: Aktiviert ihr Hastiges Manöver, um schneller zu laufen, erscheint in der Buff-Leiste nicht nur das Symbole des Skills, sondern zusätzlich größeres Galopp. Da viele Skills mehrere Buffs bewirken, sammeln sich schnell große und verwirrende Mengen an Symbolen.
  3. Ihr könnt zwar die Debuffs sehen, die ihr auf Feinde wirkt, aber nicht die Buffs und Debuffs verbündeter Spieler. Das ist ungünstig aus der Sicht eines Heilers. Wenn beispielsweise Mitspieler unter Blutung leiden, müsst ihr die Lebensleiste beobachten und auf Verdacht hin reinigen. Liegt gar eine Heilungssperre auf den Freunden – wie im neuen Trial Hallen der Fertigung möglich -, müsst ihr Freunde immer wieder zu heilen versuchen, bis der Heilzauber irgendwann tatsächlich angenommen wird.

Balance-Änderungen: viel Leid, wenig Freud

Es würde diesen Rahmen sprengen, in aller Ausführlichkeit auf die Balance-Änderungen einzugehen, die Morrowind mitbringt, zumal das Thema ein wenig trocken ist. Sorry dafür! Da die Änderungen aber alle Spieler treffen, folgen trotzdem in aller Kürze ein paar Worte zum Champion System mit den Auswirkungen auf das Kampfsystem.

Bislang war das Kampfsystem von einer möglichst schnellen Folge verschiedener Skills geprägt, oft unterbrochen durch schnell eingeworfene leichte Angriffe. Kämpfe zeichneten sich durch eine hohe Geschwindigkeit und Dynamik aus. PVE-Gruppen haben ihre Builds und Rotationen, also die Abfolge eingesetzter Kampf-Fertigkeiten, so zusammengestellt, dass sie über lange Strecken mit ihrem Magicka- und Ausdauer-Pool auskamen. Geholfen hat dabei Kostensenkung über das Champion Point System. Diese Kostensenkung entfällt mit Morrowind. Auch andere Modifizierungen, etwa an leichter und mittlerer Rüstung sowie an Support-Sets wie Garderobe des Wurms, sind nicht mehr so effizient wie zuvor. All das zusammen genommen treibt die Kosten für Skills in die Höhe.

Schwere Angriffe machen Kämpfe langweiliger.

Die Folge dieser Änderungen ist, dass Builds nun so zusammengestellt werden müssen, dass sie besser mit ihren Magicka- und Ausdauer-Ressourcen auskommen und ihre verbrauchten Reserven mit schweren Angriffen auffüllen. Schwere Angriffe entschleunigen die Kämpfe erheblich. Das macht sie weniger attraktiv, langweiliger. Eine echte Lösung dafür gibt es kaum. Man wird damit umgehen und leben müssen, so sehr es viele Spieler – mich eingeschlossen – schmerzt.

Gerade mit Blick auf diese Situation gibt es einen Lichtblick. Als Held kommt der Hüter mit dem Skill verbessertes Wachstum daher. Der Skill erhöht – wie oben bereits angesprochen – Magicka- und Ausdauerregeneration aller erfassten Spieler. Es ist mehr als ein Heilzauber, es ist ein Ressourcen-Lieferant. Je höher Spieler ihre Regeneration ausbauen, desto effektiver ist diese Hilfe. Insofern ist sehr gut vorstellbar, dass Hüter in organisierten Trial- und PVP-Gruppen künftig einen festen Platz bekommen – sei es als Tank oder in der Rolle eines Heilers/Supporters.

Neues fürs Heim (Housing)

Morrowind bringt mit den Telvanni, Dres, Hlaalu, Indoril, Velothi und Redoran gleich sechs neue Stile, in denen ihr jeweils neue Einrichtungsgegenstände herstellen könnt. Telvanni-Stil greift den verschnörkelt-pilzigen Charme von Morrowind auf und passt am besten zu urwüchsigen, naturnahen Häusern und Einrichtungen. Der Stil der Hlaalu und Redoran wirkt edel und lässt sich gut mit bretonischen oder rothwardonischen Gegenständen kombinieren. Die Dres, Velothi und Indoril steuern zum Zeitpunkt dieses Artikels keine vollständige Kollektion, sondern nur einzelne Gegenstände bei.

Dreigeteilte Wandtafeln im Velothi-Stil, Bild: Screenshot aus dem Kronen-Shop von ESO
Dreigeteilte Wandtafeln im Velothi-Stil, Bild: Screenshot aus dem Kronen-Shop von ESO

Hinzu kommen neue Blumen und Bäume sowie Repliken sämtlicher Mundussteine. Bilder-Fans können ebenfalls neue Ausstellungsstücke für ihr Heim sammeln. Besonders auffällig sind die dreigeteilten Aufsteller der Velothi, die einiges her machen.

Zusätzlich findet ihr in der Vvardenfell-Hauptstadt Vivec neue Ausstatter. Im Südosten haben die Schlachtfeldeinrichter Brelda Ofemalen und Llivas Driler ihren Einrichtungsladen eröffnet, die Standarten, Wandteppiche und andere exklusive Einrichtungsgegenstände für Häuser verkaufen. Um dort shoppen zu können, müsst ihr Schlachtfeld-Achievements in Morrowind freispielen.

Mit den erspielten Achievements aus der Story von Morrowind erhaltet ihr außerdem Zugriff auf die Gegenstände, die der Errungenschaftsausstatter Stürzt-kein-Glas im Zentrum Vivecs verkauft. Hausausstatterin Uzipa verkauft an gleicher Stelle unter anderem Bäume und Pilze im Morrowind-Stil.

Neues für Crafter

Crafter gehören in ESO traditionell zu den Jägern und Sammlern. Sie müssen allerlei Grind auf sich nehmen, um sämtliche Stilmotive zu ergatteren. Morrowind bringt vier neue Stile mit: Aschländer, Kriegswappenträger, Morag Tong und kriegerische Ordinatoren.

Käufer der Collector’s Edition können auf Knopfdruck jeden beliebigen Gegenstand in den Morag-Tong-Stil verwandeln, auch ohne den Stil zuvor gelernt zu haben. Allerdings sind so umgewandelte Gegenstände an den Crafter gebunden und lassen sich weder tauschen noch verkaufen.

Das Erledigen von Tagesaufgaben und das Abklappern von Schatzkisten auf Vvardenfell birgt – wie üblich nicht allzu große – Chancen, Motive im Aschländer-, Kriegswappenträger– und Morag Tong-Stil zu bekommen. Den Stil der kriegerischen Ordinatoren könnt ihr dagegen beim Schlachtfeldversorgungshändler Colotarion in Vivec auf Vvardenfell kaufen. Er verlangt allerdings kein Gold, sondern Allianzpunkte, also die PVP-Währung aus Cyrodiil.

Fazit: Stimmungsvolle Erweiterung für jeden Geschmack mit ein paar technischen Macken

Morrowind möchte es jedem Recht machen. Das drängt sich schon beim Blick auf die neue Charakterklasse des Hüters auf. Kampf? Klar. Tanken? Auch. Heilen? Sowieso. Das scheint etwas zuviel des Guten zu sein. Dass die eierlegende Wollmilchsau nicht als übermächtiges Überwesen auf die Spieler losgelassen wird und die Spielbalance restlos aus den Angeln hebt, ist wohl nicht zuletzt den öffentlichen Tests und dem umfangreichen Feedback der Spieler zu verdanken.

Geblieben ist eine sehr ausgewogene neue Klasse, die irgendwie alles kann. Ob sie es auch genauso gut oder gar besser kann als dafür spezialisiertere Klassen, werden ausführlichere Praxis-Tests zeigen müssen.

Die Balance-Änderungen, die Morrowind mitbringt, sind ein streitbares Thema. Bezogen auf das Kampfsystem gefällt mir der Fokus weg von Skill-lastigen Rotationen hin zu mehr schweren Angriffen nicht. Es nimmt dem Spiel Dynamik, macht Kämpfe gefühlt langsamer. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Richtung nicht fortsetzt.

Wende ich den Blick vom Hüter weg zum Gesamtpaket der ESO-Erweiterung Morrowind, bestätigt sich der Eindruck vom um Ausgewogenheit bemühten DLC. Der klassische Rollenspieler bekommt eine Story, die sich in Umfang, Tiefe und atmosphärischer Dichte nicht hinter anderen Gebieten der drei Allianzen verstecken muss und alle bisherigen DLCs in den Schatten stellt. PVP-Fans können sich in Battlegrounds austoben und der neue Trial Halle der Fertigung rundet das PVE-Endgame ab. Crafter und Hausausstatter kommen in Morrowind ebenfalls auf ihre Kosten.

Dass der Matchmaker von Battlegrounds noch klemmt und Halle der Fertigung auf den Spielkonsolen Playstation 4 und Xbox One unter massiven Framerate-Problemen leidet, wirft einen unschönen Schatten auf das ansonsten gut geschnürte Paket von Morrowind. Wiederholt wird die Geduld von Trial-Fans und deren Hoffnung auf Besserung auf eine buchstäblich harte Prüfung gestellt.

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Test-Überblick
Story
Gameplay
Grafik und Atmosphäre
Musik und Sound
Technik und Fehler
Jan-Hendrik Fleischer
Herausgeber von G-Zockt.DE. YouTuber, Blogger und erfahrener Games- und IT-Redakteur. Gamer, aufgewachsen mit Zak McKracken, Dungeon Master, Elite, Turrican und Maniac Mansion. Auf der unendlichen Suche nach dem einen Spiel. Dem letzten Spiel. Dem einzigartigen Spiel, das nichts mehr in den Schatten stellen kann.

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